DFG-Forschergruppe
 

"Keratinocyten - Proliferation
und differenzierte Leistung in der Epidermis"

Prof. Dr. Klaus Willecke

Die Funktion einzelner und das Zusammenwirken mehrerer Connexinkanäle in der Mausepidermis soll durch Isolierung und Charakterisierung von Connexinmutanten erforscht werden. Dabei wird das Konzept verfolgt, daß verschiedene Typen von Connexinkanälen bestimmte Funktionen der Epidermis (Proliferation, Differenzierung und Wundheilung) überlappend und ergänzend beeinflussen. Daher sollen neben einzelnen Connexinmutanten auch Doppel-Connexinmutanten erzeugt und analysiert werden, weil wegen der vermuteten funktionellen Komplementarität möglicherweise erst in Doppelmutanten phänotypische Anomalien in der Haut erkannt werden können. In einer ersten Studie haben wir gefunden, daß die Expression der anderen epidermalen Connexine verändert ist, wenn die Connexingene30, -31 oder -43 in entsprechenden Defektmäusen deletiert wurden. Wenn Connexin43 in adulten Mäusen induziert deletiert wurde, ist die Farbstoffkopplung in Dickschnitten der Epidermis um 40% erniedrigt. Die Schließung von Schnittwunden am Schwanz erfolgt einen Tag schneller wenn Connexin43 abwesend war. Wir vermuten, daß die Herabregulation von Connexin43 eine Voraussetzung für die koordinierte Proliferation und Mobilisierung von Keratinocyten während der Wundheilung ist.

Unsere laufenden Arbeiten sind auf die Analyse verschiedener Connexin-Doppelmutanten in der Maus gerichtet, inklusive der Ausschaltung von zwei verschiedenen Connexintranskripten durch RNA Interferenz. Außerdem arbeiten wir an der Charakterisierung von Connexin31.1 und Connexin30.3 Defektmäusen. Beide Connexine sind ebenfalls in der Epidermis ausgeprägt.


Uni-Bonn Biologie Zellbiologie BFB DFG-Forschergruppe

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Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 9. März 2004 von K. Hedemann